A Research Project of the Institute of Nursing Science · University of Basel

Was ist SMILe

Basierend auf der ersten Kontextanalyse in Freiburg (Deutschland) wurde der erste Prototyp des SMILe Versorgungsmodell entwickelt. Sowie von Patienten als auch von Gesundheitsversorgern wurde ein integriertes, multidisziplinäres Versorgungmodell mit unterstützender aber nicht ersetzender Technologie gefordert. Somit wurde SMILe konzeptionell in das eHealth Enhanced Chronic care Modell eingebettet. Anhand der Kontextanalyse konnten vier wichtige Interventionsmodule zur Förderung des Selbstmanagements- und Gesundheitsverhalten identifiziert und entwickelt werden: 1) Symptomerkennung, -Einschätzung und richtiges Handeln, 2) Infektionspräventionsmaßnahmen, 3) Medikamentenadhärenz hinsichtlich der Einnahme von Immunsuppressive, und 4) körperliche Bewegung. Die SMILe Interventionen werden teils in persönlichen Kontakten und teils durch die SMILe Technologie vermittelt.

Somit besteht SMILe aus einer Advanced-Practice-Nurse, welche in der Rolle eines Care-Coordinators eingesetzt ist, und 12 strukturierte persönliche Interventionen zur Förderung des Selbstmanagements- und positivem Gesundheitsverhalten vermittelt. Die Interventionen beginnen bereits bei stationärer Aufnahme zur aSZT und werden bis Abschluss des 1. Jahres nach der Transplantation angeboten. Daneben bekommen die Patienten die SMILeApp, welche täglich wichtige medizinische, symptombezogene und verhaltensbezogene Parameter bei den Patienten abfragt und an den Care-Coordinator im Transplant-Zentrum übermittelt. Dies ermöglicht eine frühzeitiges Erkennen und Handeln beim Entstehen von kritischen Situationen. Der Care-Coordinator ist fester Bestandteil des Transplant-Teams und hat immer die Möglichkeit Patienten der Arzt-geleiteten Nachsorge zu überführen oder Probleme kurzfristig zu besprechen. Somit ist eine kontinuierliche, Risikoadaptierte und pro-aktive Nachsorge im interdisziplinären Team gewährleistet.